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Familie ist wichtiger als alles andere
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Die Familie ist kein Auslaufmodell, im Gegenteil: Im Zeitalter der Globalisierung ist sie Müttern und Vätern heute wichtiger denn je.

Das hat die Eltern-Familien-Analyse 2002 ergeben, eine repräsentative Studie zur Lebenssituation von Familien. Für diese Studie wurden vom renommierten Institut für Demoskopie Allensbach über 3000 Frauen und Männer in Deutschland mit mindestens einem Kind unter 14 Jahren im Haushalt befragt.

Allen Abgesängen hinsichtlich schwindender Bindungskraft und Rückhalt durch die Familie zum Trotz: Für 91 Prozent der Mütter und 82 Prozent der Väter ist die Familie das Wichtigste im Leben. Weder der Beruf noch Hobbys oder Freundeskreis haben einen ähnlich hohen Stellenwert. Selbst der Beruf steht nur für 2 Prozent der befragten Frauen und 9 Prozent der Männer an erster Stelle.

Familien sind kleiner geworden: Nur noch zwölf Prozent der Bevölkerung leben zum Bespiel in Haushalten mit fünf und mehr Personen, zu Beginn der 5oer Jahre waren es noch 32 Prozent. Gegenläufig zur Verkleinerung der Haushalte hat sich der Familienbegriff in der Bevölkerung erweitert, die Bevölkerung bezieht heute weitaus mehr als früher Eltern, Schwiegereltern, Geschwister und Enkel mit in die Familie.

Die traditionelle Familienform, d.h. ein verheiratetes Paar mit Kind, bzw. mehreren Kindern, ist unter jungen Familien das mit Abstand dominierende Modell: 84 Prozent der Eltern mit Kindern unter 14 Jahren sind verheiratet. Von den 16 Prozent der nicht verheirateten Eltern leben knapp die Hälfte mit einem Partner zusammen. 9 Prozent sind Allenerziehende.

Eine besonders grosse Hilfe für junge Mütter und Väter sind ihre Eltern oder Schwiegereltern: 43 Prozent erhalten von ihnen finanzielle Unterstützung beim Kauf von Kleidern, 30 Prozent bei finanziellen Engpässen, 27 Prozent bei der Geldanlage für die Kinder, 25 Prozent bei grösseren Anschaffungen.

Auch bei der Betreuung der Kinder entlasten die Grosseltern die Eltern nach Kräften. 57 Prozent der Befragten sagten, dass ihre Eltern bei Krankheitsfällen einspringen, bei 65 Prozent leisten sie Babysitter-dienste. Und bei 29 Prozent betreuen die Grosseltern die Kinder sogar regelmässig während der beruflichen Abwesenheit der Eltern.

Was die Eltern sich vom Staat wünschen

Die öffentlichen Betreuungsangebote werden häufig als ungenügend empfunden, nur bei den Kindergärten wird der Bedarf als einigermassen genügend eingestuft.
Die Eltern wurden deshalb gefragt: Unabhängig davon, ob es sie hier am Ort gibt: Welche Kinderbetreuungsmöglichkeiten, welche Schulen wünschen Sie sich für ihre Kinder? Insgesamt 19 Prozent wollen eine Krippe, unter den Eltern mit Kindern bei zu drei Jahren sind es sogar 31 Prozent. 39 Prozent halten es für ideal, wenn es eine Betreuungseinrichtung oder Schule gäbe, in der die Kinder auch ein Mittagessen bekommen würden.

Besonders interessant: Während Krippe, Hort, Ganztagsschule und Einrichtungen mit Mittagessen vor allem in Grossstädten gewünscht werden, ist es auf dem Lande überproportional häufig der Kindergarten. Die allermeisten Eltern, nämlich 70 Prozent (bei den Alleinerziehenden sogar 76 Prozent) sind der Meinung, das der Staat junge Familien nicht ausreichend unterstützt.

Erziehungsmaximen die Eltern für richtig halten:

  • Die beste Erziehung ist, seinen Kindern ein Vorbild zu sein. (75 Prozent)
  • Kinder sollten schon früh bestimmte Pflichten übernehmen. (64 Prozent)
  • Kinder sollten schon früh lernen, mit Geld umzugehen. (63 Prozent)
  • Das Wichtigste ist, Kindern viel Liebe zu geben. (59 Prozent)
  • Ich bin für eine Erziehung nach klaren Regeln und Vorgaben. (59 Prozent)
  • Man muss Kinder schon früh an alle möglichen Interessengebiete heranführen. (55 Prozent)

Was meinen Sie zu diesen Resultaten? Antwort an redaktion@politik-digital.ch

Die Studie kann angefordert werden unter neumann.vera@muc.guj.de

 

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