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Familienpolitik

Ein gewandeltes Familienbild
Worum geht es?
Es geht um das Familienbild in einer Zeit, die immer
multikultureller und internationaler wird. Die herkömmliche Familie ist zwar in der
veröffentlichten Darstellung noch die Kleinfamilie mit wenigen Kindern, der Vater
arbeitet und die Mutter besorgt den Haushalt. Doch stimmt dieses Bild in vielerlei
Hinsicht nicht mehr. Eine Mehrzahl der Frauen arbeitet auch bei Kindern weiter, wenn auch
nicht unbedingt vollzeitlich. Die über 40% geschiedenen Ehen führen in der Praxis zu
einer wachsenden Zahl alleinerziehender Elternteile, vornehmlich der Frauen. Die
Patchwork-Familien, Spagatfamilien, Konkubinatspaare sind dazugekommen und melden ihre
Ansprüche auf Anerkennung und Gleichbehandlung an.
Familien sind in der Gesellschaft zu einer Minderheit
geworden. 1960 waren noch knapp 50% aller Haushalte Familien mit Kindern, heute beträgt
dieser Anteil noch knapp einen Drittel. Paarhaushalte ohne Kinder und Einpersonenhaushalte
sind demgegenüber stark angestiegen.
Die Kinder werden später geboren, weil Frauen länger in
der Ausbildung stecken, zuerst Berufspraxis sammeln wollen oder die Mutterpflichten sonst
später übernehmen wollen.
Politischer und praktischer Handlungsbedarf
Das Thema Familienpolitik hat einen hohen politischen
Stellenwert erhalten. Es gibt im Prinzip 3 Kategorien des finanziellen Ausgleichs für
Familien:
Direkte finanzielle Leistungen wie:
- Mutterschaftsversicherung
- Familien- und Ausbildungszulagen
- Bedarfsleistungen
- Stipendien
- Witwen-/Witwerrente
Indirekte Abgeltungen wie:
- Steuern: Kinderabzug, Abzug Betreuungskosten
- Betreuungsgutschrift AHV
Öffentlich unterstützte Dienstleistungen wie:
- Kinderbetreuungsangebote
- Öffentliche Schulen
- Universitäten
Privatinitiative fördern
In der Familienpolitik soll zunächst die Privatinitiative
Vorrang haben und nicht der Ruf nach dem Staat.
Politischer Fahrplan
auf der Liste politischer Entwicklungen stehen:
- Finanzielle Erleichterungen für Familien
- Rechtliche Anpassungen
- Institutionelle Rahmenbedingungen
Strategie der drei Organisationen
Gemeinsam fordern der Schweizerische Arbeitrgeberverband,
Pro Familia und pro juventute:
- Steuererleichterungen , insbesondere das Familiensplitting
auf Bundeseben und vergleichbare Schritte in den Kantonen,erhöhte Kinderabzüge,
Berücksichtigung der Kinderbetreuungskosten
- Finanzielle Unterstützungen für Familien nach dem
Bedarfsprinzip, beispielsweise nach dem Vorbild des Kantons Tessin
- Erleichterungen im Krankenversicherungsbereich
Elternbildung gehört zur Erwachsenenbildung wie auch zur
familienorientierten Gemeinwesenarbeit. Sie unterstützt und
begleitet die Eltern in ihrer Aufgabe als Erziehende. Sie
vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten und setzt Prozesse in
Gang,
in denen sich Eltern bewusst und reflektierend mit ihren
Erziehungs- und Beziehungs-aufgaben sowie mit den
politischen und sozialen Rahmenbedingungen, die das
Elternsein prägen, auseinandersetzen. Sie zeigt Wege auf,
mit den eigenen Kräften aufbauend umzugehen und hilft mit,
dass sich Kinder und Erwachsene in den
Familiengemeinschaften entfalten und entwickeln können. Die
Elternbildung leistet somit einen wichtigen Beitrag zur
Gesundheitsförderung und Suchtprävention.
Hier
erhalten Eltern weitere interessante Informationen zum Thema
Elternbildung:
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