
Unternehmen des Monats
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familienplattform hat die Raiffeisen Gruppe für ihre
familienfreundlichen Massnahmen als "Unternehmen des Monats" im
April 2008 ausgezeichnet.
Als dynamisches Unternehmen, das mitarbeiterbezogen denkt und
unternehmerisch offen Spielräume lässt, erachtet Raiffeisen eine
sinnstiftende Tätigkeit, Verantwortung und Initiative sowie ein
Gefühl der Sicherheit als die tragenden Elemente einer
sozialverantwortlichen Unternehmenspolitik. Im Gegensatz zum
allgemeinen Trend und dank steigendem Geschäftserfolg schafft Raiffeisen
laufend neue neue Arbeitsplätze.

Die Redaktion hat ein Kurzinterview mit Frau Christa Messner,
Leiterin der Fachstelle Diversity,
geführt >> hier
Laut
Bundesamt für Statistik werden in der Schweiz bereits im Jahr 2015 –
als Folge der geburtenschwachen Jahrgänge - qualifizierte
Arbeitskräfte knapp. Die Unternehmen sind gefordert, vorausschauend
strategische Entscheide zu treffen.
Die
Raiffeisen Gruppe hat deshalb am 1. April 2006 die Fachstelle
Diversity (ehemals Fachstelle Profil) gegründet. Diese setzt sich
mit einem bis ins Jahr 2015 definierten dreistufigen Programm für
die Förderung von Diversity (= Vielfalt) ein und somit für die
Chancengleichheit von Mann und Frau, Menschen mit Handicap, älteren
Arbeitnehmenden und verschiedenen Nationalitäten.
Erklärtes Ziel von Raiffeisen ist es, dass im Jahr 2015 ein Viertel
der Schlüsselpositionen durch qualifizierte Frauen besetzt sind und
die Unternehmung sich zu einem Vorbild bezüglich
Familienfreundlichkeit entwickelt hat. Management-Teams und
Belegschaft sollen „divers“ zusammengesetzt sein. Spätestens im Jahr
2016 soll die Struktur der Mitarbeitenden die Kundenstruktur nicht
nur bezüglich Geschlecht sondern auch in Bezug auf Multikulturalität
und Alter abbilden. Diversity, das heisst Vielfalt und diese soll
selbstverständlich sein bei Raiffeisen.
Raiffeisen geht neue Wege
Sensibilisierung
Raiffeisen ist überzeugt, dass es nicht damit getan ist,
familienfreundliche Massnahmen in die Unternehmenspolitik
aufzunehmen. Familienfreundliche Unternehmenspolitik ist vor allem
eine Frage der Einstellung. Dabei spielt die Akzeptanz familiärer
Belange bei Führungskräften und Mitarbeitenden eine wichtige Rolle,
und zwar gleichermassen bei Mann wie bei Frau.
Damit ein solcher
Kulturwandel aber überhaupt erst in Gang kommt und die Menschen
beginnen, ihre Einstellungen zu überdenken und zu hinterfragen, hat
Raiffeisen Plattformen geschaffen, welche den Austausch über
Diversity ermöglichen.
So ist Diversity
bei Raiffeisen beispielsweise fest im Kaderentwicklungsprozess
integriert. Darin wird eine konkrete und alltagsnahe
Auseinandersetzung von Führungskräften und Mitarbeitenden zum Thema
Chancengleichheit angeregt und geführt.
Dialog
Jeden zweiten Monat findet ein grösserer Informationsanlass mit
Vorträgen und Diskussionsrunden statt. Dort können sich alle
interessierten Mitarbeitenden mit Themen rund um Diversity
auseinandersetzen. Ihre Diskussionsbeiträge fliessen in die
Umsetzung der Diversity-Projekte mit ein.
Beim Mittagstisch,
einer alle drei Monate stattfindenden Veranstaltung, diskutieren
Mitarbeitende in kleinerem Kreis über Chancengleichheit allgemein
und über die Umsetzungsmöglichkeiten von familienfreundlichen
Massnahmen.
Mentoringprogramm
2007 startete Raiffeisen ein mit Workshops professionell
begleitetes Mentoring-Programm für Mitarbeitende. Als Mentoren
konnten für 2007 und 2008 viele Mitglieder der obersten Kader
gewonnen werden. 2008 sind es bereits 37 Tandems, wovon drei Viertel
der Mentees Frauen sind.
Teilzeitarbeit
In Form von Telearbeitsplätzen und flexiblen Teilzeitmodellen, auch
in Führungsfunktionen, bietet Raiffeisen individuelle Lösungen an,
um so gerade auch qualifizierten Frauen die Möglichkeit zu geben,
sich für Karriere und Familie zu entscheiden. Aber Raiffeisen will
nicht nur jungen Müttern innovative Lösungen zum Wiedereintritt in
den Beruf anbieten, sondern auch den Vätern die Chance geben,
Teilzeit zu arbeiten, wenn sie ihre Partnerschaft gleichberechtigt
und familienorientiert gestalten möchten. Bei Raiffeisen arbeiten
mehrere Väter in Führungsfunktionen Teilzeit.
Frischgebackene Mütter und Väter
Die Unternehmung garantiert Mitarbeiterinnen nach dem
Mutterschaftsurlaub einen gleichwertigen Wiedereinstieg, wenn sie
mindestens in einem Beschäftigungsgrad von 60% arbeiten möchten.
Schon seit Jahren,
noch bevor dies arbeitsrechtlich verbindlich geregelt wurde, gewährt
Raiffeisen den Mitarbeiterinnen 16 Wochen Mutterschaftsurlaub.
Mitarbeiterinnen, die länger als fünf Jahre bei Raiffeisen sind,
erhalten sogar sechs volle Monate Mutterschaftsurlaub. Väter
bekommen fünf Tage Vaterschaftsurlaub zur Geburt eines Kindes. Eine
Arbeitsgruppe ist zur Zeit dabei, weitere Angebote für den
Vaterschaftsurlaub auszuarbeiten. Eben eingerichtet wurde ein Still-
und Ruheraum für Mütter und Schwangere.
Kinderkrippe
Bereits 1996 hat Raiffeisen an ihrem Hauptsitz in St. Gallen eine
Kinderkrippe eingerichtet. In den vergangenen Jahren ist das
Sumsihuus eine feste Institution geworden, die rund 40
Kinderbetreuungsplätze für Kinder ab 3 Monaten bereitstellt. Seit
2007 bietet die Kinderkrippe auch Betreuungsmöglichkeiten während
den Sommerferien an. Der wachsenden Nachfrage wird in den kommenden
Jahren mit einem Neubau Rechnung getragen. Mit diesem wird in
Zukunft für wesentlich mehr Plätze gesorgt, vor allem auch für
Säuglinge.
Familienferienwochen
Bereits zum dritten Mal bietet Raiffeisen in den Sommerferien zwei
Raiffeisen Familienferienwochen an. Mitarbeitende bringen ihre
Kinder ab Spielgruppenalter bis zur sechsten Klasse morgens mit zum
Arbeitsplatz, wo sie von Studierenden der Pädagogischen Hochschule
St. Gallen in Empfang genommen und tagsüber in verschiedensten
Aktivitäten professionell betreut werden. So können die Eltern
Arbeit und Schulferien besser koordinieren. Die Reaktionen auf
dieses Angebot sind durchwegs positiv, die 200 begehrten Plätze sind
für 2008 bereits so gut wie ausgebucht.

Die Raiffeisen Gruppe
In den letzten
Jahren positionierte
und etablierte sich Raiffeisen zur drittgrössten Bankengruppe der
Schweiz. Die genossenschaftlich strukturierte Bankengruppe gehört zu
den führenden Schweizer Retailbanken. Heute zählen 3 Millionen
Schweizerinnen und Schweizer zu den Raiffeisen-Kunden. Davon sind
1,5 Millionen Genossenschafter und somit Mitbesitzer ihrer
Raiffeisenbank.
Sie schätzen die
entscheidenden Vorzüge von Raiffeisen: Kundennähe, Sympathie,
Vertrauenswürdigkeit und die exklusiven Vorteile für
Genossenschafter.
Die Kundennähe ist denn auch einer der wichtigsten Gründe für den
Erfolg von Raiffeisen. Vertreten in 1'154 Orten in der Schweiz,
weist Raiffeisen das dichteste Bankstellennetz aus. So verwundert es
nicht, dass die Raiffeisen-Mitarbeitenden ihre Kundinnen und Kunden
persönlich kennen. Genau diese lokale Verankerung ist es, die
Raiffeisen mit ihrer über 100-jährigen Tradition besonders
auszeichnet.
Im klar definierten Geschäftskreis sorgen sich die
genossenschaftlich organisierten Banken um das Wohl der Bevölkerung.
Einerseits unterstützen sie wie keine andere Bankengruppe die
lokalen Vereine, sozialen Einrichtungen und Kulturanlässe.
Andererseits gehören die Raiffeisenbanken zu den bedeutenderen
Steuerzahler in den Gemeinden. Eine wichtige Aufgabe erfüllt
Raiffeisen auch als attraktive Arbeitgeberin. Als dynamisches
Unternehmen, das mitarbeiterbezogen denkt und unternehmerisch offen
Spielräume lässt, erachtet Raiffeisen eine sinnstiftende Tätigkeit,
Verantwortung und Initiative sowie ein Gefühl der Sicherheit als die
tragenden Elemente einer sozialverantwortlichen Unternehmenspolitik.
Im Gegensatz zum allgemeinen Trend schafft Raiffeisen stets neue
Arbeitsplätze.
So erfreulich die jährlichen Zuwachsraten auch sind, Raiffeisen
strebt nach wie vor kein Wachstum um jeden Preis an. Die
Raiffeisenbanken schreiben sich weiterhin eine vorsichtige
Kreditpolitik, die Kontrolle der Risiken und kein Mitmachen in jedem
Preiskampf auf die Fahne.
Überzeugen will die genossenschaftlich organisierte Bankengruppe
durch Beratungskompetenz, Fairness und Konstanz in der
Geschäftspolitik.

Die Geschichte der Raiffeisen Gruppe
Wir
schreiben das Jahr 1862. Wie in vielen Orten Europas leiden auch im
rheinischen Heddesdorf die Leute unter der Ausbeutung durch
Wucherer. Vor allem die ländliche Bevölkerung und das Kleingewerbe
sind davon betroffen. Der Bürgermeister Friedrich Wilhelm Raiffeisen
greift zur Selbsthilfe. Sein Ziel ist es, den Wucher auszuschalten.
Das Kapital soll da nutzbar gemacht werden, wo man es erarbeitet
hat. Er sammelt also das Geld der Dorfgemeinschaft in Form von
Spareinlagen und leiht es gegen Sicherheiten zu günstigen
Bedingungen im Ort wieder aus.
Raiffeisens Selbsthilfegedanke war in ganz Europa ein
Hoffnungsfunken, der vor allem in ländlichen Gebieten zündete und
viele Nachahmer fand. Auf Initiative von Pfarrer Johann Traber
entstand 1899 in Bichelsee TG die erste Raiffeisenkasse der Schweiz.
1902 gründeten zehn Institute den Schweizerischen Raiffeisenverband.
1936 liess sich der Verband in St.Gallen nieder, wo er heute noch zu
Hause ist.
Friedrich Wilhelm Raiffeisen verpflichtete die Kreditinstitute auf
genossenschaftliche Grundsätze. Alle Mitglieder sollen die Dienste
ihrer Bank beanspruchen können und haben ein Recht auf
Mitbestimmung. Alle sind aber auch mitverantwortlich für das Wirken
und Gedeihen der Genossenschaft. Diese soziale und
basisdemokratische Struktur für Bankinstitute geniesst bis heute
weltweites Vertrauen. Das Raiffeisen-System ist in über 100 Ländern
mit rund 350 Millionen Genossenschafts-Mitgliedern verankert.
Selbsthilfe und Solidarität überzeugen weltweit.
Heute noch der guten Idee treu
Noch immer handeln die Raiffeisenbanken nach den ethischen
Vorgaben ihres Gründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen und pflegen
eine offene und faire Geschäftspolitik. Wie in der Vergangenheit
stehen auch heute noch die Genossenschafterinnen und
Genossenschafter im Zentrum der Bank. Das wird auch in Zukunft so
sein. Die Mitglieder sind mitverantwortlich für die Geschäfte ihrer
Bank, was nicht nur zu einer einzigartigen Kundennähe führt, sondern
auch zu Sicherheit und Stabilität. Zudem ist das
Dienstleistungsangebot genau auf die Bedürfnisse der örtlichen
Bevölkerung abgestimmt. Dadurch, dass die Kundengelder im
Geschäftskreis verbleiben, tragen sie direkt zur Entwicklung der
Region bei.
Nachhaltig zu wirtschaften hat sich Raiffeisen also nicht erst vor
Kurzem auf die Fahne geschrieben. Schon aus Tradition pflegen sie
den sorgfältigen Umgang mit den Ressourcen. Deshalb gehört für
Raiffeisen Corporate Responsibility zum täglichen Geschäft. Zum
Thema Corporate Governance stellen sich allerdings für Raiffeisen
als genossenschaftliche Bankengruppe viele Fragen anders als bei
einem börsenkotierten Unternehmen. Geprägt durch den demokratischen
Aufbau sind Individualinteressen Einzelner nicht möglich, die
Führungsverantwortung bei Raiffeisen ist föderalistisch verteilt.
Ein starker Verband im Hintergrund
Die 390 selbstständigen Raiffeisenbanken mit ihren
Geschäftsstellen sind in Raiffeisen Schweiz (ehemals Schweizer
Verband der Raiffeisenbanken genannt) zusammengeschlossen. Diese
koordiniert die Aktivitäten der Gruppe, schafft Rahmenbedingungen
für die Geschäftstätigkeit der örtlichen Raiffeisenbanken
(beispielsweise IT, Infrastruktur, Refinanzierung) und berät und
unterstützt sie in sämtlichen Belangen.
Weiters gehören das Risikomanagement und die Kontrolle zu den
Aufgaben von Raiffeisen Schweiz. Der solidarische Zusammenschluss
zeigt sich auch in der gegenseitigen Haftung im Rahmen der
Raiffeisen Gruppe. Dafür stehen 7,4 Milliarden Franken eigene Mittel
zur Verfügung. Das bedeutet für die Kunden eine hohe Sicherheit. So
ist in der über hundertjährigen Geschichte noch kein
Genossenschafter zu Schaden gekommen.

www.raiffeisen.ch